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Seminarblock 2

Diese Seminare finden am Dienstag, 18. Januar 2022 zeitgleich von 19:00 – ca. 20:30 Uhr statt. 
Für Seminardetails bitte das orange Dreieck anklicken!

In diesem Seminar wollen wir Einblicke in das Erleben einer Sprechstunde bei einer Patientin mit einer chronischen Erkrankung und bei einem Facharzt geben. Darüber hinaus wollen wir Entwicklungen und Strukturen in unserem Gesundheitswesen aufzeigen, die wesentlichen Einfluß auf die Behandler-Patienten-Beziehung haben. Aber auch innerhalb der system-immanenten Bedingungen gibt es viele Freiräume und Mittel, dass Patienten nicht zu kurz kommen und Behandler nicht in Erschöpfung oder Frustration geraten. Frauke Bielefeldt, freiberufliche Theologin und Lektorin, Hannover-Langenhagen, seit 30 Jahren an ME/CFS erkrankt, Autorin von „Wie ein Schmetterling im Käfig – Perspektiven für ein Leben mit chronischer Krankheit“ (3. Aufl.2020, Brunnen Verlag) Dr. med. Horst-Jürgen Schramm, Facharzt für Allgemeinmedizin und vorexaminierter Apotheker, von 1989 bis 2020 Tätigkeit in einer christlichen Hausarztpraxis in Hannover , seither in der Zentralen Notaufnahme der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die krankhafte Erschöpfung, das Chron. Fatigue Syndrom CFS, hatte schon vor der Coronapandemie eine wachsende Zahl von Betroffenen zu verzeichnen – nicht nur im Zusammenhang von schweren Tumorerkrankungen. Bisher rangierte das CFS in der Hochschulmedizin überwiegend als Somatisierungsstörung im psychosomatischen Kontext.

Durch COVID Erkrankte mit postinfektiöser Erschöpfung ohne psychische Anamnese – gerade auch unter Fachleuten – wuchs die Bereitschaft, verstärkt körperliche Ursachen in den Blick zu nehmen.

Ich gebe einen Überblick in die bisher bescheidene Ursachenkenntnis und die daraus resultierenden Therapiewege unter Einbeziehung regulationsmedizinischer Aspekte.

Für Angehörige / Freunde gebe ich kleine Hilfen für die Begegnung mit Betroffenen sowie Möglichkeiten der Unterstützung.

Für Betroffene wie für Therapeuten nenne ich Adressen und Quellen für einen diagnostischen, therapeutischen wie sozialen Support.

Reinhard Köller, Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Neuraltherapie, niedergelassen in eigener Praxis in Hamburg, Mitglied im CiG-bundesweiten Leitungskreis.

www.praxis-koeller.de

Das Seminar führt ein in die Methode des Kurzgespräches. Das Ansinnen des Kurzgespräches ist, im Gespräch zügig zum Kern eines Anliegens zu kommen und das Gespräch auf Ressourcen, Ziele und Lösungen zu lenken. Die eigenen Möglichkeiten des Gegenübers werden aktiviert und erste kleine Schritte in den Blick genommen, um ein Problem zu lösen. 

Im Seminar liegt der Schwerpunkt im Stellen guter Fragen und dem Einsatz von Schlüsselwörtern, um die Wirklichkeit hinter der Sprache zu erschließen.

Reinhard Grohmann ist pädagogischer Mitarbeiter in der CVJM Familienarbeit Mitteldeutschland. Er wohnt mit seiner Familie in Halle an der Saale. Schwerpunkte seiner Tätigkeit ist die Arbeit mit Eltern und Teams sowie in der Prozessbegleitung von Organisationen. Dazu ist er hauptsächlich mobil im deutschsprachigen Raum unterwegs.

Die Zahl der Menschen in Kirchen und Gemeinden, die psychische Nöte haben, steigt stetig. Ein gesunder Glaube kann diesen Menschen aufhelfen und langfristige Perspektiven sowie heilende Aspekte vermitteln.

Was aber, wenn diese Menschen in ungesunde Frömmigkeitsstile geraten? Oder können bestimmte Glaubensstile sogar psychische Probleme hervorrufen? 

Der langjährige Pastor und promovierte Psychologe  zeigt Wege und Auswege, wie gesunder Glaube heil machen kann.

Michael Großklaus, Pastor, Promotion in Psychologie, Leiter einer Beratungsstelle, Supervisor, Hochschuldozent, Sprecher und Autor. www.michaelgrossklaus.de

Rehabilitation ist eine globale Herausforderung. Laut neustem World Report on Disability (WHO) ist die Anzahl der Menschen mit Behinderung weltweit keineswegs rückläufig. Das Grundrecht auf Rehabilitation für alle ist noch immer nicht verwirklicht. Das Seminar ist für alle diejenigen interessant, die sich für Rehabilitation in Entwicklungsländern interessieren. Matthias Roller wird über seine 28-jährige Erfahrung beim Aufbau eines interdisziplinären Rehabilitationszentrums der Medizinischen Nothilfe Albanien berichten.

Matthias Roller hat viele Jahre Erfahrung als Orthopädietechniker-Meister in orthopädischen Klinken gesammelt. Danach folgte ein 3-jähriger Aufenthalt in Boston, USA, wo er als orthopädietechnischer Rehabilitationsberater für die Versorgung von NHL-Profisportlern zuständig war. 

Zurück in Deutschland arbeitete er im Bereich der Produkt- und Konzeptentwicklung orthopädischer Hilfsmittel. Er befasste sich insbesondere mit der Problematik der Skoliose und der Hilfsmittelversorgung von Schlaganfallpatienten.
Als Teilnehmer des Masterlehrgangs der Donau-Universität, Krems, Austria, für Neuroorthopädie – Disability – Management konnte er seine Kenntnisse in der medizinischen Rehabilitation weiter vertiefen und setzte diese Erfahrung in internationalen Hilfsprojekten ein. Vor 14 Jahren gründete er die Firma Rollerwerk-Medical Engineering & Consulting, die sich mit Auftragsentwicklung von orthopädischen Implantaten und Hilfsmitteln, so wie der Beratung und Erstellung von medizinischen Konzepten befasst. 

Als Netzwerker aus Leidenschaft bringt er für die unterschiedlichsten Projekte Spezialisten aus verschiedenen Fachbereichen an einen Tisch. Er berät Institutionen und Hilfsorganisationen in Rehabilitationsfragen und war viele Jahre im Vorstand der Medizinischen Nothilfe Albanien, einer NGO, die ein Rehabilitationszentrum in Albanien aufbaut.

Die ersten Berufserfahrungen konfrontieren uns auch schon während unseres Ausbildungswegs mit fachlichen Herausforderungen und der (Kommunikations-) Kultur am Arbeitsplatz. Oftmals starten wir mit Begeisterung und der Vision, Menschen begleiten und helfen zu wollen, und erleben im Team dann aber auch Frust und Desillusion z. B. durch Personalnot und herausfordernde Patient_innen. 

Wie kann ich mit dieser Spannung umgehen und eine positive Kommunikationskultur mitprägen? Wie kann ich dran bleiben an dem, was mir auf dem Herzen liegt, und trotzdem in guter Verbindung mit meinen Kolleg_innen sein? 
Ermutigende Impulse & Austausch für alle, die unterwegs sind in die unterschiedlichen Gesundheitsberufe.  Seminar von und für Young Professionals

Clara Plochberger, Gesundheitswissenschaftlerin, arbeitet als Referentin in Hamburg.
Christoph Schiffner, Medizinstudent im Praktischen Jahr in Hannover, CiGstarter.

Referat Kinder und Jugend im Erzbistum Hamburg
SchiffnerChristoph

Spiritual Care hat sich im deutschen Sprachraum als Bezeichnung für die gemeinsame Sorge aller Gesundheitsberufe um existentielle, religiöse und spirituelle Ressourcen, Bedürfnisse und Probleme kranker Menschen und ihrer Angehörigen eingebürgert. Neben der bio-psycho-sozialen Dimension ist in den vergangenen Jahren auch die spirituelle Dimension seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Gesundheits- und Krankheitsverständnis definitorisch verankert worden.

Faktisch hat dies bislang in der Aus- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe sowie der Gesetzgebung erst marginal Berücksichtigung gefunden. Ein von der DGP, dem DHPV, dem Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln und der Diakonie Deutschland unterstütztes Projekt (10/2020 – 09/2023) entwickelt, erprobt und evaluiert hierzu ein Curriculum, das im gesamten Gesundheitswesen Anwendung finden kann. Wir geben Ihnen Einblick in das Projekt, die Arbeitsvorhaben und ersten Ergebnisse.

Dr. theol. Astrid Giebel, Theologin im Vorstandsbüro der Diakonie Deutschland im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. , Berlin | www.diakonie.de

Bruno Schrage, Dipl. Theologe, Dipl. Caritaswissenschaftler, Referent für Caritaspastoral und Grundsatzfragen, Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V., www.caritas-pastoral.de

DEU, Deutschland, Berlin, 17.11.2014: Astrid Giebel, Theologische Referentin im Vorstandsbüro der Diakonie Deutschland.
(Hermann Bredehorst / Diakonie Katastrophenhilfe)
Schrage

Mit einem Impuls und im Gespräch wird sich das Seminar dem Thema „Führen“ unter einem speziellen Aspekt widmen, nämlich dem, wie es gelingen kann, so zu führen, dass das Beziehungsgeschehen zwischen den beteiligten Personen zu einer entscheidenden Komponente für gute Führung werden kann, weil Führung wesentlich auf Gegenseitigkeit beruht.

Die drei Begriffe „Resonanz.Respekt.Responsibilität“ werden dabei als Schlüsselbegriffe eingeführt, erläutert und diskutiert und für das konkrete Führungsverhalten transparent gemacht. Dabei haben auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, sich mit ihren Erfahrungen und Fragen einzubringen.

Frank Eibisch, Pastor, Geschäftsführer AGAPLESION MITTELDEUTSCHLAND gemeinnützige GmbH, Wohn- und Dienstsitz Leipzig, nebenberuflich als Coach tätig. www.agaplesion-mitteldeutschland.de; www.linkedin.com/in/frank-eibisch-44491676/

Im Seminar werden wir ein Projekt aus der ambulanten Pflege und aus einer Kirchengemeinde kennenlernen und Wege aufzeigen wie aus einer Idee, Unterstützung und Begleitung von kranken Menschen und ihren Angehörigen werden kann. Es wird auch Raum geben, eigene Ideen einzubringen.

Mit dabei: Ulrike Busch und Monika Kreckel.

Angela Glaser M.A. Pflegedienstleitung einer Ökumenischen Sozialstation und Leitung von Vis-a-vis Gemeindediakonie e.V. www.visavis-gemeindediakonie.de

Unter der Bezeichnung „Religion, Spirituality and Health-Research“ etablierte sich ein empirischer Forschungszweig, der den Einfluss von Religiosität/Spiritualität (R/S) auf Krankheits- und Heilungsprozesse untersucht. Das Herzkreislaufsystem unterliegt nebst psychosozialen auch spirituellen Einflüssen.
Depression, Angst und Stress wurden als psychosoziale Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit identifiziert.

Seit ca. 10 Jahren werden auch positive psychosoziale Einflussfaktoren untersucht. Dazu gehören soziale Unterstützung, Optimismus, Dankbarkeit und Sinnorientierung.
Diese positiven Einflussfaktoren sind sozusagen Marker der Spiritualität oder Begleitfaktoren eines religiösen Lebensstils. Im Seminar werden wichtige internationale Studien dazu vorgestellt und ihre Konsequenzen für die klinische Arbeit diskutiert. Da Herzkreislauferkrankungen immer noch Todesursache Nr. 1 sind, wird hier die Bedeutung von R/S besonders deutlich. Meta-Analysen zeigen eine Mortalitätsreduktion von 25-30%.

Dr. med. René Hefti, Medizinstudium in Zürich, Fachausbildung zum Internisten mit Schwerpunkt Herzkreislauferkrankungen. Weiterbildung in psychosozialer und psychotherapeutischer Medizin. Langjähriger Leiter und Chefarzt einer psychosomatischen Klinik. Dozent für psychosoziale Medizin an der Universität Bern. Weiterbildungsaufenthalt in den USA und Gründung des Forschungsinstitutes für Spiritualität und Gesundheit (www.fisg.ch). Aktuelle Forschungskooperation mit der Universität Basel im Rahmen eines Habilitationsprojektes.
www.fisg.ch

Tod und Trauer sind nach wie vor Tabuthemen. Weil wir nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen. In diesem Seminar gibt es einige Hinweise und Gedankenanstösse aus der Praxis, was Trauernde (nicht) brauchen.

Stefan Bitzer, Vorsorge- und Trauerberater, Mediator, Redner und Autor, Reutlingen, www.stefanbitzer.de

Im Seminar werden Erfahrungen aus dem Aufbau der Obdachlosenarbeit in Göttingen geschildert, die zur Aufnahme von derzeit rund 55 Klienten direkt aus der Obdachlosigkeit bzw. aus prekären Wohnverhältnissen führten. Schwierigkeiten und Ressourcen werden thematisiert, ebenso wie Finanzierungsbelange.

Christian Hundeshagen ist nach mehreren klassischen (Arztpraxis, peripheres Krankenhaus, Rehaklinik) und weniger klassischen (Krebsklinik, Justizvollzugsanstalt) Stationen im beruflichen Werdegang seit 2010 in einer Göttinger Hausarztpraxis als Facharzt für Allgemeinmedizin niedergelassen.

Im Rahmen einer 2018 gegründeten Treuhandstiftung betreut er mit einem ehrenamtlichen Team von ca. 15 Personen Obdachlose und Drogenabhängige, die in Wohnungen vermittelt werden, um dann gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.

Geriatrie, Altenpflege und Altenfürsorge haben aufbauenden, fördernden Charakter, was u.a. durch die vielen Rehabilitationsangebote deutlich wird. Damit setzt sie ein Zeichen, dass altes Leben wertvoll ist und es sich lohnt, in bestmögliche Teilhabe am Leben zu investieren. Trotzdem gibt es in der Begleitung alter Menschen den Punkt, an dem sich das Therapieziel dahingehend ändert, dass das Leben zu einem guten Abschluss kommt. Das Seminar will diesen Aspekt aus verschiedenen beruflichen Perspektiven und mit praktischen Beispielen beleuchten. Dr. Gerhard Nemitz, hausärztlicher Geriater in Braunschweig aus dem ambulanten und Pflegeheim-Bereich Maria Plepla-Peichel, Altenpflegerin und Fachkraft für Gerontopsychiatrie und Palliative care; sie blickt auf vielfältige Erfahrungen als Heimleiterin zurück und bildet ebenfalls Pflegende in der Begleitung von Menschen mit Demenz in Setzingen aus. Anja Walther-Ruf, Ltd. Oberärztin Geriatrie im St. Josef-Stift in Dresden.
Bilder von Maria Plepla-Peichel und  Anja Walther-Ruf folgen